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Hostienwunder in Seefeld

Die Sage von Ritter Oswald Milsern von Klamm

Taufbecken in der St. Oswald Kirche in Seefeld
Der Ritter, Burgherr und Lebemann

Der Pfleger der Burg Schlossberg, Oswald Milser von Klamm, war im Tirol des 14. Jahrhunderts ein reiches, freches Alpha - Männchen. Pflegte er doch mit einem großem Tross hoch zu Ross reich geschmückt zwischen seinen Burgen, Gehöften und Wäldern durch die Bergwelt zu reiten. In seinem Schilde führte er ein rotes aufsteigendes Einhorn. Die Zeit seiner Ritterzunft neigte sich langsam aber sicher dem Ende zu, trotzdem ließ er keine Gelegenheit aus Jedem ungefragt zu zeigen, dass er was Besseres sei. Anno 1367 nahm er den Abt des Prämonstratenserstiftes Witten, Konrad II. von Stams gefangen. Das mag bei dem verschlagenen Mönch kein Fehler gewesen sein, im Spätmittelalter aber hatte damit unser Oswald die Grenze zum Größenwahn überschritten. Dafür wurde er mit dem Kirchenbann belegt. Oswald bot Ländereien und Silber. Der Kirche fiel die Entscheidung zwischen Gold und Moral nicht schwer und der Kirchbann wurde nach fünf Jahren wieder gelöst.

Das Wunder in der St. Oswald Kirche in Seefeld

Zum Festtag der Maria Verkündigung im Jahre 1384 forderte Oswald Milsern vom Pfarrer zur Kommunion eine größere Hostie, die Gleiche wie die Priester für sich beanspruchten. Keine kleine wie für die "gemeynen Leit". Der Geistliche war einverstanden. Oswald erschien, das Haupt bedeckt mit buntem Wams und gegürtetem Schwert vor dem Altar der Sankt Oswald Kirche in Seefeld. Als der Pfarrer ihm das Sakrament in einer großen Hostie erteilte, wurde der harte Kirchenboden weich wie Schlamm und der Ritter versank darin bis zu den Knien.
Er wollte sich noch am Altar abstützen, doch dieser wurde weich wie Wachs und neigte sich gegen ihn. Der Priester zog die Hostie aus Oswalds Mund und der Frevler konnte sich befreien. An der Stelle an der die Zunge die Hostie berührte, bildete sich Blut in Tropfenform. Die Fingerabdrücke am Altar kann man heute noch sehen. Oswald fiel sofort auf die Knie, flennte bitterlich, schlug sich mit Fäusten auf die Brust und bereute seinen Großmut. Einer seiner Diener rannte sofort nach Hause und berichtete Oswalds Frau, Dorothea von Starkenberg, was sich in der Kirche zugetragen hatte.
Dorothea stand ihrem Gatten in Übermut nicht nach und sagte eher werde dieser Stamm Rosen tragen, ehe diese Geschichte wahr ist. Sofort sprießen Rosen aus dem toten Holz. Dorothea riss zornig die Rosen aus und pfefferte sie zu Boden. Die Strafe folgt sofort. Dorothea wird mit Wahnsinn geschlagen. Stieren Blickes rennt sie schreiend in den Bergwald. Dort verendet sie später kümmerlich. Nach einiger Zeit findet man nur noch einen ihrer Pantoffeln. Der Diener überbringt die Nachricht an seinen Herrn.

Opferstock in der St. Oswald Kirche in Seefeld
Der ruemütige Büßer

Von diesem Augenblick an war Ritter Oswald Milsern von Klamm wie ausgewechselt. Er bereute zutiefst und begab sich ins Kloster Stamms. Dort lebte er noch zwei Jahre. Während seiner Zeit im Kloster schlief er auf dem blanken Boden, als Kissen diente ihm ein Stein. Sein Großvater, Rupert Milser, ließ bereits 1286 die Milserische (Sakraments-) Kapelle bauen. Diese Kapelle diente als Familiengruft. Auch Oswalds Eltern waren darin begraben. Demütig verfügte der reumütige Oswald man solle ihn nicht in der Gruft, sondern an der Türschwelle, begraben. Dort sollte jeder Ein- oder Austretende seinen Leichnam mit Füssen treten. Die Stelle ziert heute noch ein kleines in den Boden geschlagenes Kreuz.
Von der Reue oder Buße des Priesters, der diese Freveltat erst möglich machte, ist nichts überliefert.

Was daraus wurde

Die Bluthostie in einer prächtigen gotischen Monstranz wurde noch über Jahrhunderte von der Kirche als Einnahmequelle genützt. Bei der Gelegenheit wurde in der Blutskapelle in der die Reliquie ausgestellt wurde, noch ein Ablassaltar installiert. (Inschrift: "Altare perpetuo privilegatiom"). Hier konnten die Bergbauern gegen Silbergulden Ablass für ihre verstorbenen Angehörigen im Fegefeuer von der Kirche kaufen. Während des ersten Weltkriegs wurde die Bluthostie mit der Monstranz von Soldaten in einem Bergstollen versteckt. Von dem weiteren Verbleib weiß ich nichts mehr.

Wer Weiteres weiß, kann es mir gerne schreiben. Ich füge es dann hier ein.

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